Dienstag, 1. August 2017

Wieder in der Finnmark

1. August ■ Kautokeino - Rastplatz/ Straße 92 Richtung Karasjok  (82 km)

Strecke:
Kirche in Kautokeino
Straße 93 entlang des Altaelven
reichlich Verkehr (Nordkap Richtung Alta)
auf halber Strecke Abzweigung auf Straße 92 nach Karasjok
spürbar weniger Fahrzeuge

Profil: wellige Hochebene

Wetter: 
8-12°C; bedeckt, trist und grau, hin und wieder Niesel

Andi hat gerade seine Probleme; ist demotiviert und hat Schwierigkeiten mit dem rechten Knie. Das Wetter spielt dabei auch eine entscheidende Rolle. Im Moment würde er am liebsten nach Hause fahren. Sandi lässt ihn dann meist in Ruhe und schweigt... Meist dauert die Empfindlichkeit nicht ewig.

Gute-Laune-Wort 😉
Tolle Steine an einer modernen Brücke
für eine nicht öffentliche Schotterstraße
Die Finnmark ist der sich nördlich an Finnland anschließende Teil von Norwegen. Die Finnmarksvidda, die wir seit gestern durchfahren, ist eine riesige Hochebene (ca. 300 km mal 300 km). Wir sind ziemlich genau in der Mitte, in jede Richtung gibt es mindestens 100 km Wildnis. 
Links und rechts des Weges

Abgesehen von ein paar samischen Sommersiedlungen, an denen wir gelegentlich vorbeikommen.

Es ist eine faszinierende, unwirtliche Landschaft: Büsche und kleine Birken, Seen und Sümpfe. Und oberlästige Mücken, die auch, man will es nicht glauben, bei 8°C Futter suchen und finden.

Wir schlafen heute idyllisch am See. Sogar mit Feuer, welches wir von einem finnischen Pärchen mit Wohnmobil in unserem Alter "geerbt" haben, die wir, vielleicht, von hier vertrieben haben. Mit der Frau hatten wir uns bei unserer Ankunft sehr freundlich auf Englisch unterhalten. Ihr Freund war noch angeln... Ob ihm unsere Anwesenheit dann nicht gepasst hat? Wir wissen es nicht. 

Die Glut konnten wir jedoch wieder zum Leben erwecken, sammelten dazu noch herumliegendes Holz und hatten ein wunderschönes warmes Abendbrotplätzchen.