Donnerstag, 17. August 2017

Zurück in Helsinki

17. August ■ Pudisoo - Tallinn (70 km per Rad)- Helsinki (Fähre-80 km in 2h)

Strecke:
 Jägala-Wasserfall
beste, ruhige Straßen entlang der Eurovelo-Routen
flach

Wetter: 
22°C; sonnig bis wolkig, kaum Wind

Morgens hatten wir Gelegenheit zu einem Schwatz mit unserer netten Gastgeberin Anne. Sie spricht estnisch, englisch, russisch und finnisch. Sie erzählte: Finnisch verstehen alle älteren Esten an der Nordküste, da sie früher finnisches Fernsehen schauten (so, wie wir Westfernsehen). Russisch verstehen die "älteren" Leute, da es zu Sowjetzeiten Pflichtsprache war. Die Kinder lernen neben estnisch als Muttersprache lieber Englisch. Die estnischen Hunde bellen übrigens "au, au" und wenn es weh tut, sagen die Leute "oi".

Die Landschaft war ähnlich der gestern durchfahrenen - Wälder, Felder, gepflegte Häuschen. Entspannung pur bei leichtem Rückenwind. 

Radwege in Tallinn
Die Küstenregion war zu Sowjetzeiten gesperrt und militärisch bewacht, damit keiner nach Finnland "ausreisen" konnte. Vielleicht ist deshalb vieles noch recht ursprünglich  (und unverbaut).

Tallinn
Zum Jägala-Wasserfall machten wir noch einen kleinen Abstecher. Er ist einer von vielen, die es entlang der estnischen Küste gibt. Er hat eine sehr interessante Entstehungsgeschichte, die unter www.visitestonia.com/en/jagala-waterfall oder auch in der Wikipedia nachgelesen werden kann. Sandi hat sogar richtig gut erhaltene Fossilienabdrücke entdeckt.

Die Einfahrt nach Tallinn ist sehr gut mit Radwegen ausgebaut. Besonders schön war der Blick von der langen Uferpromenade auf die Skyline der Stadt. Sie wird nicht nur zum Flanieren, sondern auch intensiv von Joggern wie Skatern genutzt.
Helsinki von oben

Beim letzten kleinen Picknick vor Abfahrt der Fähre kamen wir mit einem Radler aus Kanada ins Gespräch. Er hat in Kanada und Europa auf seiner Tour bereits fast 3000 km in den Beinen.

Die Fähre absolvierte die 80 km nach Helsinki in 2 Stunden.  

Zum Abschluss unserer Tour genehmigten wir uns eine Nacht im neuen Clarion-Hotel am Hafen. Von der Aussichtsbar in der 16. Etage und dem gläsernen Fahrstuhl hatten wir einen herrlichen Blick über Hafen und Stadt. Ansonsten aber lieben wir doch eher die kleineren Hotels. Es hatte auf uns die Wirkung der Massenabfertigung. Abends kehrten wir beim Nepalesen in der Nähe ein, was wiederum eine richtig gute Wahl war. Äußerst lecker.