Sonntag, 20. August 2017

Alles hat ein Ende

19. und 20. August ▪ -Finnlines-Finnmaid- Travemünde -Zug- Chemnitz (42 km mit dem Rad)

Auf See
Der Schlaf in unseren "Särgen" (Innenkabinen) war einhellig nur oberflächlich. Trotz allem aber kein Problem für uns.

Wir sind bestens ausgeruht und tagsüber hält sich die Anstrengung ja in Grenzen.

Der Tag auf See war wie erwartet entspannend - Lesen, Träumen, ein kurzes Schläfchen und hervorragend essen. So stellen wir es uns auf einem Kreuzfahrtschiff vor. Andi hat sich sogar noch im Fitnessraum etwas "abreagiert". Nach 30 h hatten wir wieder Drang nach Bewegung. Der Ausgleich zum Essen fehlt und ruft Völlegefühl wie Trägheit hervor.

Auf der Ostsee herrschte reger Schiffsverkehr, vor allem Fracht- und Containerschiffe. Unser Schiff kämpfte sich mit 40 km/h gegen den Wind. Es ist aber so groß, dass es nur geringfügig schaukelt.

Angekommen zu fast mitternächtlicher Stunde folgte der unvermeidliche Abschluss. Einmal nachts mit der Bahn quer durchs Land. Eine andere Wahl gab es für uns wegen der Fahrräder nicht.

Wir überholen diesen schicken Frachter
Zwischendurch hatten wir noch Zeit für kleine Radetappen durch Lübeck und Hamburg. Besonders in Hamburg ist nachts um 2 noch erstaunlich viel Betrieb; die Bars und Imbissbuden waren geöffnet. Kultig.

Einfahrt in Travemünde
Kleine, überaus angenehme und lustige Gespräche unterwegs ließen die Müdigkeit ein bisschen verschwinden. Später erfuhren wir, dass hier gerade das bekannte Dox- Festival läuft.

Unsere Etappen mit dem "Quer durchs Land - Ticket" 
Lübeck - Hamburg 
Hamburg - Bremen
Bremen - Hannover
Hannover - Goslar
Goslar - Halberstadt
Halberstadt - Halle
Halle - Leipzig
Leipzig - Chemnitz

Zurück
Gegen halb zwei waren wir, nach 7-maligem Umsteigen und einem verpassten Zug, endlich wieder angekommen. Nach 2774 km (Andi) und 2729 km (Sandi) auf dem Sattel geht eine überwiegend schöne Zeit, vollgepackt mit tollen Begegnungen und Erlebnissen, zu Ende. Uns kam sie noch viel länger vor als sie so schon war.

Bevor wir endgültig vor unserer Haustür standen, war ein kleines Kaffeepäuschen obligatorisch. Einheimischer Kaffee und leckere Erdbeertorte...hmmmm.