Dienstag, 15. August 2017

Hinterland

15. August ■ Kohtla-Järve - Rakvere (Wesenberg) (73 km)
Estland ist ein modernes Land.
Hier gibt es sogar
UFO-Parkplätze ;-)

Strecke: 
asphaltierte, ruhige Nebenstraßen, hin und wieder gut befahrbare Schotterpisten
flach

Wetter: 
20°C, Sonne bis leichte Bewölkung, Gegenwind aus SW 

Nach einem einfachen, aber ausreichendem Frühstück in unserem kleinen Hotelli -Alex- kamen wir heute frühzeitig in die Puschen.

Das Kulturhaus, gebaut1952, in Kohtla-Järve
Heute inspirierte uns unser Navi "Osmand", d.h. wir folgten keiner offiziellen Route. Und es erfüllte seinen Job weitestgehend vorbildlich - einmal schickte es uns in den Schweinestall ;-).
Auf einsamen Straßen durch ehemalige Bergbaugebiete

Kurz nach dem Ortsausgang führte uns "Ossi" auf eine einsame Straße, durch, vor vielleicht vor 30 Jahren, rekultiviertes (Ölschiefer)-Gelände. Mittlerweile steht hier Wald und die Natur ist wieder intakt.

 Ölschieferfabrik...
Gegen Mittag fuhren wir durch das Städtchen Kiviõli (Steinöl). Der Name ist Programm - eine große Fabrik zischte und dampfte vor sich hin und im Hintergrund zierten 2 große Abraumberge (ca. 130 m hoch) die Landschaft; einer sogar mit Skilift. Es sind die höchsten künstlichen Berge im Baltikum.
...und deren Abfall(berg)

Weiter fuhren wir durch wunderschöne Wiesen und Wälder bis zum kleinen Städtchen Rakvere. Es wirkt wirklich vieles finnisch/ schwedisch und auch sieht es im allgemeinen sehr gepflegt aus. Ein wahres Radfahridyll.
Estnische Pampa

Mittagspäuschen
Hier etwa scheint die Sprachgrenze zwischen Russisch und Estnisch zu verlaufen. Gefühlt spricht hier schon mehr als die Hälfte der Leute estnisch. Wir wechseln in der Kommunikation erstmals seit 2 Wochen wieder von Russisch auf Englisch (Andi hatte in dieser kurzen Zeit begonnen wieder russisch zu denken und zu zählen ;) ).
Die Festung von Rakvere

Nach den wenigen Tagen Estland sind wir sehr angetan von diesem Land. Es ist sicher nicht unser letzter Besuch hier - wir fühlen uns pudelwohl.

Ein Spaziergang zur alten Burg des Deutschen Ordens Wesenberg und Kirche der Stadt sowie der Besuch beim Grilli ließen den Tag entspannt ausklingen.