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| Der erste Radwegweiser seit langem |
14. August ■ Narva - Kohtla-Järve (81 km)
Strecke:
entlang der Narva bis zur Ostseeküste; danach entlang der Küste. Wenig befahrene Nebenstraßen.
Flach
Wetter:
18°C, Sonne, Gegenwind
| Besser kann man die Sinnlosigkeit von Kriegen nicht verstehen |
Nach der Russland-Fahrrad-Rosskur verwöhnte uns Estland heute mit Strecken vom Feinsten. Hurra, es gibt wieder ausgeschilderte Radwege, die diesen Namen auch verdienen.
| Netter Plausch mit 2 Radlern aus Moskau |
Hier ist wieder alles sehr viel gepflegter als in Russland. Es liegt kein oder kaum Müll an den Straßenrändern, die Wiesen sind sorgfältig gemäht und die meisten Häuser in gutem Zustand. Die Gärten oft liebevoll gestaltet.
| Selfie am Nordostzipfel des Landes |
Der erste Teil des Weges verlief entlang dem Fluss Narva nach Norden bis zur Ostseeküste. Wir waren damit im nordöstlichen Zipfel von Estland. Genau dort trafen wir auf zwei russische Radler mit denen wir schwatzten. Leider geht deren Zug heute abend zurück nach Moskau. Die Ostsee zeigte sich heute herrlich dunkelblau.
| Entlang der Ostsee |
Danach fuhren wir direkt entlang der See nach Westen. Die Küste ist hier bei weitem nicht so touristisch verbaut wie zu Hause in Deutschland. Normale Wohnsiedlungen oder einfach die Natur reichen bis an die Küste. Dies ist eine perfekte Umgebung zum Radeln.
Auch hier fanden im 2. Weltkrieg schwere Kämpfe mit vielen Toten statt. Kriegsdenkmale und Soldatenfriedhöfe zeugen hiervon. Hier zu sein erzeugt Gänsehaut; kaum vorstellbar.
Zum Zelten haben wir momentan so gar keine Lust und so schlafen wir für 35 Euro inkl. Frühstück in einem kleinem und picobello sauberen Hotel in Kohtla-Järve. In dieser Stadt wohnen vor allem Arbeiter, die Ölschiefer abbauen. Estland ist der weltgrößte Ölschieferproduzent.
