Freitag, 21. Juli 2017

Suo=Sumpf

21. Juli ■ Puolanka - nahe Pudasjärvi (78 km) 

Gegen 10 Uhr starteten wir auf der Straße Nr. 78, die nach Norden führt. Das Profil war anfänglich noch wellig bis hügelig und flachte zusehends ab. Es waren neben uns relativ viele Wohnmobile, meist finnische, unterwegs. Die Ausländer scheinen andere Routen zu bevorzugen.

Lappland - wir kommen ...
Nach etwa 30 Kilometern trafen wir auf den ersten Langstreckenradler dieser Tour, Mats aus Stockholm. Er fuhr von dort an der Ostseeküste entlang nach Rovaniemi und fährt nun über die Seenplatte zurück nach Helsinki. Ein sympathischer Typ, unterwegs mit dänischem  Lastenrad und Flipflops. Die Probefahrt mit seinem Fahrrad endete, vor allem für Sandi, kläglich ... die Schwierigkeit ist die des Lenkens aufgrund des großen Rad-Lenkerabstandes. Er meinte, dafür benötigt man nur 10 min... Kann schon sein; aber dann erstmal ohne Last.
Suo

Lappland ist nun schon sehr nahe. Die Bäume werden zusehends kleiner und irgendwie "knubbelig". Auf den Straßen herrscht überschaubarer Verkehr. Wir lieben es.

Nur als es um die Auswahl unseres Mittagspausenplätzchens ging, hatten wir wie oft, sehr verschiedene Vorstellungen. Andi: Platz egal; die Zeit muss stimmen; Sandi: Der Platz sollte sauber, ruhig, idyllisch und etwas für's Auge sein; Zeit egal, wenn die Zuckerwerte stimmen. So schwirrten heute die Mücken pausenlos; naja ... passiert. In permanenter Bewegung ließ es sich aushalten ;).

2 Kilometer weiter befanden wir uns auf einer wunderschönen kleinen Straße, welche durch die hier typischen weiten Sumpflandschaften (Suo=Sumpf) führte. Wir befinden uns in Nordösterbotten.

Wildlife
Wir hatten uns schon darauf eingestellt, auf einem Campingplatz zu übernachten, als uns einer von Sandis Caches zu einem öffentlichen Picknickplatz für Bootsfahrer führte. Hier gab es alles, was das Herz begehrt: saubere Toilette, Bademöglichkeit im Fluß, Ebene Flächen zum Zelten und eine Feuerstelle mit einem ganzen Haus voll gehackten Holzes. So saßen wir noch lange am Lagerfeuer und ließen es uns gut gehen.