Donnerstag, 13. Juli 2017

Ort im Paradies

13. Juli ■ Kuopio - Tahkovuori (74 km)

Viel schöner als in unserer heutigen Bleibe kann es im Paradies auch nicht sein ;-).
Im Zentrum von Kuopio

Wir sind in Tahkovuori angekommen. Es ist ein Wintersportort, welcher im Sommer sehr verschlafen und einsam wirkt. Die wirklich traumhafte Unterkunft ist ein typisch finnisches Appartement mit Sauna-Bad und modernster wie hochwertigster Ausstattung. Sehr komfortabel, sauber und riesengroß. Wir werden sie genießen. 

Kirche in Sillinjärvi 
(Bj.1923; 550 Plätze)
In Kuopio, ca. 120.000 Einwohner, drehten wir noch eine kleine Runde in der Innenstadt bevor uns dann schöne Wege begleiteten; nicht allzu hügelig und das Wetter hat sich auch gebessert. 

So genossen wir die ersten 43 km sogar durchgehend auf Radwegen. Auch wenn sie manchmal nahe der Hauptstraße führen, störte uns das nicht besonders. Man hat das Gefühl, hier hat jeder das gleiche Recht. Sowohl der Umgang im Verkehrsgeschehen als auch beim sehr vorausschauenden Bau neuer Verkehrswege. 

Gartensauna
Beispiel 1) am Stadtrand von Kuopio befanden sich zwei Brücken im Bau; noch mit provisorischem Geländer und die freundlichen Bauarbeiter waren gerade im Begriff, die neue Teerdecke aufzutragen. Die Brücke war trotz der Arbeiten eben nicht voll gesperrt, sondern es wurde an gesunden Verstand (und Vorsicht) ohne großartige Warnschilder etc. appelliert und wir mussten keine riesigen Umwege in Kauf nehmen.  

Abraumhalde der Apatiterzmine
Beispiel 2) zwischen  Kuopio und Sillinjärvi gab es einen Bauabschnitt, wo Schnellstraße, Eisenbahn, Zubringerstraße und Rad-/Fußweg parallel nebeneinander liegen und auch jeder seinen Platz hat und nicht irgendwo an den Rand gequetscht wird. Man fühlt sich wohl und respektiert.

Angekommen!!!
Zu Mittag, nach erst 35 km, ließen wir uns in einer netten Pizzeria in Siilinjärvi nieder. Der Käse auf Andis Pizza stammt übrigens aus Deutschland ;-). Dieser wurde nämlich gerade angeliefert, als wir es uns schmecken ließen. 

Die kleine Stadt mit etwa 20. 000 Einwohnern bekam 1985 den Preis "Hässlichstes Kirchdorf Finnlands". So schlimm fanden wir es nicht, aber es sind ja seitdem auch schon einige Jahre vergangen.

Auf dem weiteren Weg sahen wir die größte (Apatiterz-)Mine Finnlands (Firma Yara). Apatit wird zu Dünger verarbeitet.